Acqua Fraggia Wasserfall

Acqua Fraggia Wasserfall (Rother Wanderführer Comer See)

Eigentlich war für den Tag ein Wechsel aus Sonne und Wolken vorhergesagt. Also nix wie los zum Aqcua Fraggia Wasserfall. Für uns gab es stattdessen Wolken mit Fisselregen. Eigentlich nicht schlimm, die Stimmung war regelrecht mystisch. Die Pfade im Hang sind allerdings derart steil und von Felsen durchzogen, dass ich euch an nassen Tagen dringend von der Tour abraten möchte 😉

Wir starten direkt unterhalb des beeindruckenden Wasserfalls. Die Menge der Parkplätze lässt mich vermuten, dass hier während der Saison deutlich mehr los ist. Heute treffen wir nur ein paar Einheimische, die Kastanien sammeln 😉 Nach wenigen Metern stehen wir mitten in der Gischt des Wasserfalls. Es ist richtig laut, schließlich stürzt der Torrente Valle di Acqua Fraggia hier etliche Meter in die Tiefe 🙂

Am Rande von Borgonuovo werden wir auf dem Sentiero Panoramico in den Hang geführt. Bis zum Aussichtspunkt am Wasserfall ist es nicht weit. Allerdings verläuft der Pfad anspruchsvoll im Hang. Über zahlreiche Felsen kämpfen wir uns Stück für Stück bergauf 😉

Den Abstecher zum Aussichtspunkt solltet ihr unbedingt mitnehmen. Trotz der eingeschränkten Sicht war es hier mega klasse 🙂

Nach dem Abstecher zum Aussichtspunkt geht es ähnlich weiter. Stahlseile bieten Halt beim Überwinden der Felsabschnitte. Bevor wir oberhalb des Wasserfalls ankommen müssen allerdings zunächst noch drei steile Metalltreppen überwunden werden. Pluto und Amy machen das ganz toll – ist aber bestimmt nicht was für jeden Hund.

Bevor das Wasser hier in die Tiefe stürzt, sammelt es sich in einem kleinen Becken. Schade dass der Bereich abgesperrt ist, ließe es sich hier doch prima auf einem der Felsen rasten. Allerdings kommt die Absperrung nicht von ungefähr, schließlich geht es fast senkrecht hinab.

Noch ein kurzes Stück müssen wir steil im Fels bergauf. Dann halten wir uns am Wegweiser links und überqueren den tosenden Fluss auf einer Hängebrücke.

Danach führt der Weg uns zwar immer noch bergauf, ist aber deutlich einfacher zu laufen. Der Weg führt uns weiter bergauf. Dann passieren wir einen kleinen Wasserfall.

Schließlich gelangen wir an eine kleine Brücke. Wir überqueren den Fluss erneut, wobei wir auf einen weiteren Wasserfall blicken können 😉 Kein Wunder also, dass der Fluss übersetzt “Wasser, das von Wasserfällen unterbrochen wird” heißt 😉

Nach ein paar Minuten mündet der Pfad in eine historische Steintreppe, die uns hinauf nach Savogno führt.

Das urige Bergdorf ist nur zur Fuß zu erreichen. Die wenigen Einwohner transportieren alles Nötige über einen Gepäcklift hinauf. Der Charme des Dorfes ist dadurch unbeschreiblich. Dutzende Steinhäuser stehen hier dicht an dicht. Ein Rundgang durch die verwinkelten Gassen ist ein Muss 🙂 Im Refugio Savogno kann man Rasten. https://bubo2016.wordpress.com/

Den Ausblick hinunter ins Val Chiavenna will ich euch auch nicht verschweigen 😉

Vorbei am Friedhof und einer restaurierten Sägemühle geht es erneut auf die andere Seite des Flusses. Am Hang werden wir hinauf nach Dasile geführt.

Wir bleiben unterhalb des Dorfes und kommen an einen schönen Aussichtspunkt vorbei. An klaren Tagen hat man wohl auch von hier einen fabelhaften Blick bis weit hinein ins Val Chiavenna.

Ab hier geht es an den Abstieg. Da dieser ähnlich wie der Anstieg zum Teil recht steil und zudem immer wieder auf felsigem Untergrund verläuft, kommen wir nur im Schneckentempo voran. Mehrmals rutsche ich aus – ein Glück, dass ich jedes Mal mein Gleichgewicht halten kann. Wir passieren eine ungesicherte Felspassage und glauben es fast geschafft zu haben 😉

Bis ins Tal hat der Weg allerdings noch etliche, zumindest bei nassen Untergrund echt schwierige Passagen zu bieten.

Schließlich kreuzen wir den Torrente Valle Drana Valle Acqua Calda. Komplizierte Name – komplizierter Fluss. Zumindest ist er von Betonwänden ganz schön in seine Schranken gewiesen worden.

Erneut wechseln wir die Flusseite. Am einsam stehenden Kirchturm von S. Abbondio halten wir uns links und gelangen entlang des Campingplatzgeländes wieder zum Startpunkt unserer Tour 🙂

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Die Runde war mega 🙂 Allerdings auch mega anstrengend 😉 Die Felsenpfade sollte man nicht unterschätzen. Und 600 Höhenmeter auf gerade einmal 6 Kilometern tun da ihr Übriges. Hunde sollten hier definitiv über Bergerfahrung verfügen. Freilauf ist meines Erachtens aufgrund der permanenten Absturzgefahr nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich.