Bergbau-Wanderweg 1 – Schlebuscher Weg

Frühling 2015

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Heute waren wir auf bergbau-historischen Spuren in Wetter unterwegs und haben den etwa 8 Kilometer langen Schlebuscher Weg erkundet. Leider gibt es auf dem gesamten Weg keine Informationstafeln, so dass wir von dem geschichtlichen Hintergrund eigentlich so gut wie nichts mitbekommen haben. Hinterher haben wir allerdings etwas gegoogelt und eine tolle Seite gefunden, die man sich als Interessierter vor der Wanderung durchaus einmal anschauen kann 😉 Der Rundwanderweg führt durch die leicht hügelige Landschaft und verläuft dabei auf Teilstücken auch immer wieder über Asphalt.

Der Weg ist extrem schlecht markiert. Man kann allerdings über große Strecken der Markierung des regionalen Wanderweges A3 folgen. Ihr könnt euch die Route aber auch bei gpsies downloaden.

Wir beginnen die heutige Tour an der Ecke Grundschötteler Staße/Am Stoppenberg. Auf gekennzeichneten Parkplächen stellen wir das Auto ab und biegen in den Stoppenberg ein, wo wir sofort von der klasse Aussicht über den Talkessel verzaubert werden (siehe oben) 🙂 Aber auch der Blick auf Grundschöttel ist gar nicht mal so übel 😉

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Entlang von Feldern und Weiden wandern wir die kleine Straße hinunter. Heute begegnet uns hier kein Auto – Amy läuft ohne Leine.

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Schließlich biegen wir links in den Wald. Schon bald führt der Weg durch eine Sturmfläche auf der sich Birken und Ginster bereits neue Plätze erobert haben.

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Dann geht’s rechts auf einen schmalen Pfad wo wir die Lindenbecke überqueren.

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Bei nächster Gelegenheit biegen wir erneut rechts ab und gelangen so an zwei große Felder. Ein weiterer Zuläufer der Lindenbecke verläuft hier mitten durch die Wiese.

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Hinter dem linken Feld nehmen wir den steil ansteigenden, schmalen Pfad.

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Oben angekommen biegen wir rechts auf den breiten Forstweg. Ab hier wandern wir in mehreren lang gezogenen Kurven auf den Spuren der Schlebusch-Harkorter Kohlenbahn. Bis ins Jahr 1965 wurde die Trasse zum Kohletransport befahren.

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Kurz bevor wir auf die Schlebuscher Straße treffen werden wir an einigen schönen Gärten entlang geführt. An der Straße halten wir uns rechts. Ich lasse Amy bei Fuß laufen und nehme Pluto kurz. Teilweise wird hier nämlich ganz schön gerast.

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Am Hülsey biegen wir links ab und gelangen nach kurzen Anstieg zu einem schönen Fachwerkhaus. Wer mag kann einen kurzen Anstecker nach links unternehmen. Hier gelangt man zum restaurierten Maschinenhaus Friederika. Wir sparen uns den Abstecher heute allerdings und schlenden rechts am Fachwerkhaus vorbei.

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Schon nach kurzer Zeit erreichen wir einen Reiterhof. Anscheinend müssen wir hier mit kreuzenden Elchen rechnen 😛

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Der Weg führt uns am Rade einer Koppel am ehemaligem Schachtgebäude der Zeche Löwe vorbei.

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Auf einem schmalen, heute ausnahmsweise mal nicht morastigem Pfad, wandern wir weiter durch den Wald.

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Schließlich werden wir erneut auf eine Straße geführt. Amy also wieder bei Fuß und Pluto kurz. Heute ist zum Glück gar nichts los 😉 Gut so, denn so können wir den Blick in Richtung Voßhöfen genießen 🙂

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Nach einiger Zeit verlassen wir die Straße wieder und biegen rechts auf den steil abfallenden Pfad. Über die Lindenbecke gelangen wir schließlich wieder in den Wald, wo wir auf schmalem Pfad weiter wandern.

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Über einen Grasweg gelangen wir zur Hofschaft Am Moselhaus. Von hier aus geht es erneut auf Asphalt weiter.

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Wir passieren die Hofschaft Am Kronen und werden vom Schlebuscher Weg mit einer tollen Aussicht über den Schlebuscher Talkessel verabschiedet. Von hier müssen wir nur noch den Stoppenberg hinauf.

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Alle Bilder der Wanderung findet ihr hier:

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Fazit:

Der Schlebuscher Weg ist ein wirklich netter Wanderweg im südlichen Ruhrgebiet. Da leider nirgendwo Informationstafeln angebracht sind, wird der Weg seinem historischem Leitbild aber leider nicht gerecht. Bergbaufans können sich jedoch vor einer Wanderung auf der oben genannten Seite über interessante Stationen der Tour informieren 🙂 Der Weg ist extrem schlecht bis gar nicht markiert. Zum Glück folgt er über große Strecken dem Wanderweg A3, so dass man sich an dieser Markierung orientieren kann. Immer wieder führt der Weg auch über kleinere Straßen, wo man seine Hunde je nach Verkehr anleinen muss. Wir fanden es heute nicht schlimm, da wir mit tollen Aussichten belohnt wurden.

2 comments

  • Hallo,

    bin heute diesen Weg gegangen. Er ist wunderschön. Ein paar Passagen waren morastig, aber den Abzweig “Grasweg zur Hofschaft Am Moselhaus” sollte man aktuell unbedingt meiden. Der Grasweg hat sich nach umfangreichen Holzrückarbeiten in eine einzige Morastfläche verwandelt und ähnelt eher einer Wattwanderung mit Steigung als einem Wanderweg. Alternativ sollte man hier besser der Kennzeichnung A3 folgen um zur Straße Am Moselhaus zu gelangen.

    • Julia Salzsieder

      Hallo Bea,
      klasse, dass dir der Weg gefallen hat 🙂 Mit Morast muss man aktuell ja auf so einigen Wegen rechnen 😉 Aber dieses Wochenende wird es ja richtig warm 🙂 Dann trocknen die vielen feuchten Stellen schon mal etwas 😉
      Viele Grüße, Julia

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