Drei Türme Weg

 (Winter 2014/15)

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Für heute stand mit dem Drei Türme Weg in Hagen der erste und bislang einzige Premiumwanderweg im Ruhrgebiet auf unserem Plan. Das Wetter war extrem wankelmütig heute – Graupel- und Schneeschauer wechselten sich ab. Der Weg verläuft auf seinen 11 Kilometern sehr abwechslungsreich durch den Wald bei Hagen. Mit fast 300 Höhenmetern geht es aber schon ordentlich auf und ab. Ein kleiner Wermutstropfen war, dass keiner der drei Türme zugänglich war. Eine Anfrage diesbezüglich läuft.

Die Türme sind unter folgenden Bedingungen zugänglich:

Bismarckturm: Am Wochenende, wenn die Fahne gehisst ist.

Eugen-Richter-Turm: Der Schlüssel kann in der Volkssternwarte Hagen abgeholt werden. (Telefonnummer 02331 590790)

Kaiser-Friedrich-Turm: Nach Absprache mit der Waldgaststätte Kaiser-Friedrich-Turm. (Öffnungszeiten: täglich ab 12:00 Uhr; Sonn- und Feiertags ab 09:30 Uhr)

Beginn der Wanderung ist am Stadtgarten in Hagen. Der Park wird durchquert und wir gelangen in eine Schrebergartenanlage, in der wir uns langsam auf den Goldberg schrauben. Über den Dächern der Parzellen bieten sich immer wieder Aussichten auf Hagen.

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Durch den Wald geht es weiter in Richtung Bismarkturm. Leider ist der Turm abgesperrt. Von der metallenen Sitzgruppe hat man allerdings eine schöne Aussicht in die andere Richtung.

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Am Forsthaus vorbei geht es im Wald weiter bergauf. Am Wegesrand bieten sich dabei immer wieder eine tolle Blicke auf Hagen. Schließlich wird der Weg schmaler und führt uns am Fernmeldeturm auf dem Riegersberg vorbei.

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Zwischen Ginsterbüschen hindurch geht es für uns auf einem schmalen und morastigen Pfad weiter. Mittlerweile hat es angefangen zu schneien und auf der offenen Fläche bläst der Wind uns den Schnee nur so entgegen.

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Wir treffen auf den Höhenweg. An einer Wegspinne kommen wir an einer Schutzhütte vorbei. Der kurze Schneeschauer ist allerdings schon wieder vorbei und so laufen wir weiter. Und Schnee ist ja schließlich auch nicht so nass wie Regen.

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Auf dem Höhenweg wandern wir weiter durch den Wald. Nach einiger Zeit biegen wir links ab und folgen dem Weg. An den Bänken nehmen wir den rechten Weg und kommen so an einem kleinen Bachlauf vorbei.

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Über eine Kyrillfläche mit Blick auf den Babywald, den ich noch von meiner Tour auf dem regionalen Wanderweg A2 kenne, gelangen wir zum asphaltierten Elsa-Brandström-Weg.

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Diesem folgen wir nach links und biegen nach wenigen Metern scharf nach rechts hinten auf einen Trampelpfad ab. Der Pfad steigt bergan und ist wurzelig und recht rutschig, also aufgepasst. Ein Blick zurück lohnt sich.

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Über den Kamm gelangen wir zum Gelände am Kaiser-Friedrich-Turm. Beim ersten Mal als ich vor diesem Törchen stand habe ich etwas probieren müssen, wie man es öffnet. Auf geht es – ihr müsst aber selber rätseln.

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Auf dem Gelände gibt es neben dem Turm auch eine Gaststätte. Die Waldgaststätte Kaiser-Friedrich-Turm lädt zur Rast ein. Im Sommer kann man direkt am Turm sitzen und seine Stärkung genießen.

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Hinter dem Turm führt uns der Weg ein kurzes Stück über Asphalt. Über den Kaiser-Friedrich-Pfad und den Försterpfad gelangen wir zu einer kleinen Streuobstwiese. Hinter der Wiese geht es nochmals einige Meter über Asphalt und wir kommen schließlich an das Rehgehege. An diesen Rehen, wie kann es anders sein, haben Amy und Pluto mal wieder kein Interesse.

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Es geht weiter durch den Wald. Nach einiger Zeit kommen wir an den Eugen Richter Turm, der direkt neben der Hagener Sternwarte liegt. Zu den Öffnungszeiten der Sternwarte ist der Turm zugänglich.

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Auf einer kleinen Asphaltstraße machen wir uns an den Abstieg. In einer Kehre bietet sich uns nochmals ein schöner Blick auf Hagen.

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Hinter dem zweiten Wanderparkplatz verlassen wir die Straße. Kurz vor dem Sportplatz biegen wir links ab und wandern durch das Tal. Schon nach kurzer Zeit kommen wir am Hotel Restaurant Waldlust vorbei. Kurz vor Ende der Wanderung könnte man hier nochmal pausieren.

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Durch den Wald machen wir uns auf zurück zum Stadtgarten. Kurz vor dem Ende der Runde kommen wir an einen komischen roten Kasten. Die Firma Hawker hat hier in Form einer Batterie eine Aussichtsplattform gebaut, die unseren Blick direkt auf das Firmengelände lenkt.

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Alle Fotos der Wanderung findet ihr hier:

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Fazit:

Der Drei Türme Weg ist der erste Premuimwanderweg im Ruhrgebiet und daher schon etwas ganz Besonderes. Der Weg verläuft abwechslungsreich durch die schön bewaldete Hagener Hügellandschaft. So nah an einem Ballungsgebiet ist klar, dass der Weg industriell und kulturell geprägt ist und die Fernsichten uns über das Hagener Stadtgebiet blicken lassen. Jedoch kommen auch naturliebende Wanderer auf ihre Kosten. Zum Großteil führt der sehr gut ausgeschilderte Drei Türme Weg über gut zu laufende Waldwege. Ab und zu geht es jedoch auch über schmale Pfade. Der Asphaltanteil ist gering. Amy konnte fast die gesamte Runde ohne Leine laufen. Auf der Wiese am Bismarkturm konnte auch Pluto toben. Schade ist allerdings, dass alle drei Türme gar nicht oder nur zu sehr eingeschränkten Öffnungszeiten zugänglich sind.

4 comments

  • Super, wird gedanklich abgespeichert.
    Hin und wieder zieht es mich auch in diese Richtung 🙂

    • Julia Salzsieder

      He Elke!
      Klasse, das freut mich.
      Wenn man hinfährt und durch Hagen durch muss vermutet man gar nicht so viel Natur 🙂
      Heute haben wir fast keine anderen Leute getroffen. Ich glaub im Sommer sieht das aufgrund der Nähe zur Hagener City aber anders aus.
      LG
      Julia

  • Freddy Külpmann

    Hi julia,
    da hättest du auch einen kleinen Abstecher zur “Gold Mountain Ranch” machen können und dort einen leckeren Hamburger verdrücken können! 😉
    Wieder eine schöne Wanderung!
    Viele Grüße
    Freddy

    • Julia Salzsieder

      He Freddy,
      das Lokal kenne ich gar nicht.
      Aber danke für den Tipp.
      Da gibt es ja auch noch einige regionale Wanderwege, die wir noch nicht gelaufen sind 😉
      Liebe Grüße
      Julia