Neandertal

Frühjahr 2015

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Schon länger hatten wir vor mal wieder das – man kann schon fast sagen – weltberühmte Neandertal zu durchstreifen 😛 1856 wurden hier die Knochenreste eines Urzeitmenschen gefunden, der als Neanderthaler Namensgeber für spätere Funde dieser Spezies wurde. Neben dem Neanderthal Museum, der Fundstelle und den Eiszeitlichen Wilgehegen sind vor allem es vor allem die schönen Wege entlang der Düssel, die die Besucher ins Naturschutzgebiet ziehen. Damit wir das Tal in Ruhe genießen können starten wir mit unserer 16 Kilometer langen Runde auch schon um kurz nach acht 😉 Zum Teil verläuft unser Weg auf dem Bergischen Weg und dem, Neanderlandsteig. Das gesamte Neandertal ist Naturschutzgebiet und Hunde müssen an der Leine geführt werden! Wollte es nur erwähnt haben 😉

Der Weg ist nicht markiert! Die Route könnt ihr bei gpsies downloaden!

Los geht’s von Haan-Gruiten, wo wir am Ende der Sinterstraße parken. Links durchqueren wir eine kleine Streuobstwiese und dann müssen wir auch schon über die Düssel. An einer Pferdekoppel vorbei wandern wir weiter und kommen über schöne Spazierwege schon bald an die erste Stelle am Bach, wo wir eine Fotopause einlegen müssen 😉

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Die Düssel ist nicht wirklich tief, so dass bestimmt auch etwas wasserscheue Hunde gerne im Wasser toben. Amy und Pluto hat’s auf jeden Fall Spaß gemacht 😉

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Der Weg verläuft wirklich märchenhaft im Tal. Die wilden Wiesen sind aber häufig durch einen Zaun abgegrenzt.

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Auf dem ersten Stück des Weges passieren wir mehrere Holzbrücken. Eigentlich an allen Brücken gibt es die Möglichkeit an den Bach zu gelangen.

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Links vor uns taucht ein schöner Teich auf. Dahinter liegt ein mediterran angehauchtes Häuschen, auf dessen Gelände Pfauen umherstreifen.

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Nach kurzer Zeit gelangen wir an ein weiteres Haus, bei dem wir rechts auf den Pfad abbiegen und die Düssel auf einer schmalen Holzbrücke überqueren.

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Hinter einer Kuppe stoßen wir auf eine kleine asphaltierte Straße, der wir links in einem Bogen herum nach Bracken folgen. Durch das Dörfchen, bestehend aus einer Hand voll Häuschen, müssen wir hindurch. Am Ortsausgang halten wir kurz an um nach einem Buch zu stöbern. Bei 50 ct pro Stück kann man schließlich nicht meckern 😉 Neben den Büchern – die mein Wandergepäck nur unnötigerweise vermehren würden, kann man aber auch leckeren selbstgemachten Senf erweben 😛

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Wir bleiben auf dem asphaltieren Weg, der uns schließlich wieder direkt an der Düssel entlang führt. Schon bald kommen wir an den Überresten des Kalkofens Huppertsbracken vorbei.

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Wir bleiben an der Seite der Düssel und gelangen schließlich an eine Steinbrücke, die wir noch links liegen lassen. Allerdings gibt es hier wieder eine klasse Möglichkeit die Hunde am Wasser toben zu lassen. Auf dem Rückweg kommen wir an dieser tollen Stelle zum Glück nochmal vorbei 😉

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Selbst Pluto kann hier ohne Leine spielen und apportieren 🙂

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Nach diesem kurzen Zwischenstopp geht’s für uns links weiter in Richtung Winkelsmühle. Kurz bevor wir das Grundstück überqueren wartet eine schöne Schutzhütte auf Rastende.

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Da sich das Grundstück in Privatbesitz befindet und der Weg uns mitten hindurch führt, leine ich Amy an. Dann geht’s gelassen über die historische Anlage.

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Hinter der Mühle kreuzen wir erneut die Düssel. Der Pfad steigt kurz an und führt uns dann am Feldrand entlang in Richtung Diepensiepen.

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Hier umrunden wir einen schönen, historischen Fachwerkhof.

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Links kommt ein kleiner, zauberhafter Weiher in Sicht. Der See ist mit einem grünem Teppich aus Algen bedeckt, so dass man ihn kaum ausmachen kann 😉

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Wieder an der Düssel bietet sich hier erneut ein fabelhaftes Plätzchen zum Toben und Posieren 😉

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Entlang von sonnenbeschienenen Wiesen wandern wir weiter zum Eiszeitlichen Wildgehege. Die Auerochsen und Tarpane sind aber heute wohl alle in den höher liegenden Gehegen unterwegs. Und ich muss sagen, bei all meinen Touren durch’s Neandertal waren die Gehege unten immer leer.

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Hinter den Gehegen treffen wir wieder auf die Düssel. Bis zum Museum gibt es noch ein paar Stellen, an denen der Zugang zum Wasser problemlos möglich ist 😉 Da es ab hier jedoch auch deutlich voller wird und wir bald in Straßennähe kommen, führe ich Amy und Pluto ab jetzt an der kurzen Leine.

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Wieder an der Düssel stoßen wir auch auf das erste Kunstwerk  des Kunstweges “Menschenspuren”. Über ein Audiosystem erhalten Interessierte mehr Informationen über die Künstler und deren Objekte. Kopfhörer sind im Museum erhältlich.

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Kurz vor dem Museum machen wir dann noch einen Abstecher durch die Büsche. So ziemlich verborgen können wir ein weiteres Kunstobjekt betrachten. Außerdem entdecken wir hier ein in Folie gepacktes Buch, dass wohl von einem BookCrosser ausgelegt wurde. Für alle die, die jetzt nicht wissen was das denn wohl wieder mal für eine Modeerscheinung ist, hier die Erklärung 😉

BookCrossers ist das Freilassen von Büchern 😛 BookCrosser registrieren ihre Bücher auf der Website. Mit einer Nummer kennzeichnen sie dann das entsprechende Buch. Mit dieser Nummer kann der Finder auf www.BookCrossing.com nachschauen, wer das Buch freigelassen hat und wo es schon überall gewesen ist. Nachdem man das Buch gelesen hat, lässt man es dann wieder frei. Bisschen strange 😛 Machen aber wohl schon ein paar Milliönchen 😉 

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Dann schließlich stehen wir vor dem Neanderthal Museum. Von Außen wirkt es irgendwie kleiner als es in Wirklichkeit ist. Da ich mit Amy und Pluto allein unterwegs bin können wir heute nicht hinein. Ist aber auch nicht so schlimm, da ich schon mehrmals im Museum war 🙂 Ich find’s klasse. An jedem 1. Freitag im Monat sind Hunde im Zeitraum von 14:00 bis 18:00 Uhr sogar in der Dauerausstellung willkommen. Für Pluto und Amy wär das aber nix – die würden die ganzen Neandertaler attackieren 😛

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In der Nähe des Neandertalmuseums gibt es für alle Ausgehungerten die Möglichkeit Kalorien nachzuschieben. Schwarzwaldhaus, Hotel Restaurant Becher und die Neanderstube laden zum Rasten ein. Außerdem gibt es einen Kiosk und die Möglichkeit Minigolf zu spielen.

Bevor wir uns an den Rückweg machen, machen wir noch einen kurzen Abstecher zur Fundstelle des Neandertalers. Der Weg dorthin führt leider direkt entlang der Hauptstraße.

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Wieder zurück am Museum kommen wir an weiteren Objekten des Kunstweges vorbei. Ob der Künstler wohl einen Lesenden Neanderthaler im Sinn hatte 😉

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Quer über den Parkplatz rasen wir weiter in Richtung Steinzeitwerkstatt. Direkt am Museum ist es schon um 10 ziemlich voll. Wir passieren noch ein weiteres Kunstwerk und biegen dann auf Höhe der Steinzeitwerkstatt rechts auf den ansteigenden Pfad, wo es wieder Leinen los heißt 😉

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Zunächst wandern wir im schattigen Wald. Das ist auch gut so, denn es geht stetig bergauf und mittlerweile ist es auch schon ganz schön warm. Am Feldrand entlang geht es dann weiter in Richtung Wildgehege.

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Am Gehege der Auerochsen werden wir auch nicht enttäuscht. Die gesamte Herde grast unmittelbar in der Nähe des Zauns. Die Wisente hingegen zeigen uns heute nur ihre muskulösen Rücken 🙂 Auch von der Aussichtsplattform können wir keinen besseren Blick erhaschen. Dafür ist die Sicht über das Tal aber schön 😉

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Am Tarpangehege entlang – von den Tarpanen allerdings keine Spur – durchwandern wir einen Siepen. Amy und Pluto kühlen sich hier im Bach ab bevor es weiter geht.

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Zwischen zwei Gehegen hindurch gelangen wir an den Waldrand. Wir biegen rechts auf einen schmalen Pfad, wo Amy und Pluto glatt eine Schlange – ich vermute es war eine Blindschleiche – übersehen 😉

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Über einen schönen Waldweg wandern wir weiter. An der Straße wenden wir uns in Richtung Tal und passieren ein schönes Fachwerkgebäude. Wir überqueren die Düssel und gelangen so auf bereits bekannte Wege.

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Bis zur steinernen Brücke wandern wir auf bekanntem Weg zurück. Auch wenn alles doch etwas anders aussieht, wenn man aus der anderen Richtung kommt 😉 Wie auf dem Hinweg toben wir an der Brücke natürlich in der Düssel 😉

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Auf der anderen Seite folgen wir dem Diepensiepen an einem restaurierten Bruchsteinhof vorbei.

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Die kleine Straße führt uns entlang von Rapsfeldern bergauf. Wir passieren einen Landwirtschaftsbetrieb und anschließend einige Häuser.

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Gut dass wir bald am Ende unserer Runde sind, denn auch die Schafe verziehen sich schon in den Schatten 😉

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Schließlch biegen wir rechts auf einen schmalen Pfad, der uns mitten durch ein Rapsfeld hindurch führt. Am Grundstück biegen wir rechts ab und dann bei der Straße erneut rechts auf Weg, der uns wieder hinab zur Düssel führt. Unten angekommen wenden wir uns nach links und folgen dem bekannten Weg bis zum Auto.

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Alle Bilder der Wanderung findet ihr hier:

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Fazit:

Eine Tour durchs Neandertal ist absolut empfehlenswert. Das Tal überzeugt durch seine Schönheit und Artenvielfalt. Zahlreiche Tafeln informieren über Flora und Fauna des Naturschutzgebietes.  Aber auch kulturell wird einiges geboten. Wer von weiter weg anreist sollte einen Besuch im Neanderthalmuseum unbedingt einplanen. Notfalls wird abwechselnd auf die Hunde aufgepasst 😉 Die Fundstelle – naja, hab ich jetzt gesehen – im Gedächtnis bleibt aber eher der doofe Weg an der Straße. Bei 50 Prozent meiner Hunde habe ich mich – bis auf das Toben am Wasser – an den Leinenzwang gehalten 😉 Amy bleibt aber auch schön auf den Wegen und wenn jemand kam habe ich sie halt ran gerufen. Besondere Rücksicht sollte man hier also schon nehmen. An Wochenenden und bei gutem Wetter würde ich die Ecke eher meiden. Dann wird es nämlich richtig voll. Neandertal wir kommen wieder!

Tipp:

Wem meine 16 Kilometer Runde zu lang ist, oder wer nicht nach gps laufen möchte kann auch auf einen der zahlreichen regionalen Wanderwege zurück greifen. Informationen zu den Wegen findet ihr hier.

4 comments

  • Hallo Julia,

    das ist die zweite Route von Dir, die wir vor Kurzem nachgewandert sind (auch wenn wir leider keine Hunde haben :o(

    Auch diese Wanderung war wieder klasse und hat viel Spass gemacht. Vielen Dank für die Fotos und die Beschreibung!! 🙂

    Absolut empfehlenswert ist zum Abschluss der Wanderung noch ein Abstecher ins wunderschöne Gruiten-Dorf und eine Einkehr im dortigen Cafe´im Dorf. Vom Parkplatz ist es nur einen Katzensprung entfernt.

    Liebe Grüße
    Petra

    • Julia Salzsieder

      Liebe Petra,

      schön dass dir meine Runden gefallen. Klasse, dass du mir hier immer wieder Rückmeldung gibst. Das freut mich 🙂 Und danke für den Tipp mit der Einkehr in Gruiten… Das kennen wir nämlich noch nicht 😉

      Liebe Grüße, Julia

  • Heute sind wir diese wirklich tolle Runde gegangen. Etwas Schnee hatten wir auch. Das nächste mal (und wir kommen bestimmt wieder) werden wir wohl anders herum gehen, um die letzten beiden An- und Abstiege hinter uns zu haben, denn nach der knapp 4h Wanderung war es am Ende sehr anstrengend für Hund und Frauchen. Danke für den Tip.

    • Julia Salzsieder

      Super, dass es euch gefallen hat 🙂 Eure Fotos hab ich ja schon gesehen 😉 War übrigens auch schon lang nicht mehr da und hab Lust bekommen. Allerdings wurd mir mein auto ja heut kaputt gefahren 🙁 Mal schauen wann ich wieder mobil bin. Dann werd ich bestimmt auch wieder mal durchs Neandertal streifen 😉

      Viele liebe Grüße

      Julia

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